04.08.2018

Jetzt geht's los

Ligastart

Unter anderem SIF legt nun in der Liga los. Foto: Tim Riediger

Flensburg. Los geht's. Nach über zwei Monaten Pflichtspielpause rollt das runde Leder wieder in Ober-, Landes-, verbands- und Kreisliga der Fußballer. Hier wird sich ein erstes Mal zeigen, ob die Teams in Frühform sind, wie sich die Neuverpflichtungen präsentieren und die Trainer sehen, wo sie ihre Hebel als nächstes ansetzen müssen.

In der Flens-Oberliga kommt es gleich zu einem hochinteressanten Duell. Ab 14 Uhr stehen sich auf dem Eckener Platz in Flensburg der TSB Flensburg und der SV Frisia 03 Risum-Lindholm gegenüber. »Der Wettbewerb um die erste Elf wird extrem werden«, hatte TSB-Coach Jan Hellström schon vor Wochen prophezeit, weil sich sein verein hochkarätig verstärkt hat. 

SC II Sonntag gegen Lübeck

Und Frisia? »Wir wollen wieder 40 Punkte - und wieder Platz zehn erreichen«, lautet die vor Saison-Zielsetzung von Coach Uwe Petersen, in dessen Team sich vor allem zeigen muss, wie schwer der Weggang von Top-Torschütze Tobias Zuth wiegt, der nun für den Ligarivalen SC Weiche Flensburg 08 II auf Torejegd geht. Der Sportclub greift am Sonntag ins Geschehen ein, wenn der VfB Lübeck II (Anstoß 15 Uhr) zum Duell ins Stadion kommt. SC-Trainer Thomas Seeliger will die Mannschaft über kurz oder lang zur »Talentschmiede für die erste Mannschaft« entwickeln. Der 51-Jährige betonte aber bereits, dass das Zeit in Anspruch nehmen wird. Zu integrieren sind insbesondere neue Akteure aus dem eigenen Vereinsnachwuchs. Aufsteiger TSV Kropp, der erleichtert darüber ist, nun wieder in der höchsten Spielklasse Schleswig-Holsteins zu dribbeln, gastiert am Sonnaben (Anstoß 14 Uhr) beim PSV Neumünster.

Landesliga mit Stjernen

Landesliga-Aufsteiger IF Stjernen Flensborg empfängt gleich zum Auftakt am Sonnabend (15.30 Uhr, Brahmsstraße in Flensburg) Mitaufsteiger MTSV Hohenwestedt. Ingo Lüthje, gemeinsam mit Lars Meyer Coach der SdU-Truppe, sagte in der Saisonvorschau, dass er seine Mannschaft qualitativ »noch stärker als letzte Saison« einschätzt. Ob das stimmt, wird sich natürlich nicht in der Premiere zeigen, dennoch gibt es einen ersten Fingerzeig.

Das gilt auch für Schleswig 06 und die Husumer SV. Schleswig 06 war heilfroh über den geschafften Klassenerhalt, machte aber zuletzt Schlagzeilen durch die plötzliche Trennung vom gerade erst neugeholten Trainerduo Sascha Möller/Mamadou Sabaly. So musste Ex-Trainer und Liga-Manager Benjamin Pohlmann wieder aushilfsweise übernehmen, inzwischen aber ist man sich mit Torben Schulz (von Eintracht Eggebek) einig, der eigentlich für die »Zweite« von 06 eingeplant war. Der Verein für Rasensport (VfR) Horst ist Gastgeber der Auftaktpartie der Husumer SV, bei der inzwischen Torsten Böker (ehemals Flensburg 08/SC Weiche Flensburg 08 II) die Kommandos gibt.

Verbandsliga: SIF daheim

Vor heimischem Publikum legt Slesvig IF mit Trainer Finn Petersen am Sonnabend in der Verbandsliga los. Die Gäste kommen von Rot-Weiß Niebüll (Anstoß 14 Uhr). Petersen und seine Schützlinge streben einen gesicherten Mittelfeld-Platz an und wollen zeigen, dass sie aus dem ersten Verbandsliga-Jahr gelernt haben. Ein erster Schritt dahin soll ein Erfolgserlebnis gegen Niebüll sein. Der TSV Nord Harrislee beginnt auswärts. Für die Fußballer von der deutsch-dänischen Grenze geht es am Sonnabend (Anstoß 16 Uhr) zum Marner TV.

Heim-Premiere für Kreisligist DGF

Eine Anfahrt auf fremde Spielplätze hat Kreisligist DGF Flensborg noch nicht. Der Ligaauftakt findet im heimischen Idrætsparken statt, wo der TV Grundhof am Sonnabend (Anstoß 16 Uhr) zum Kräftemessen kommt. Der neue DGF-Cheftrainer Peter Feies, der an die alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist, hat in dieser Saison große Ziele, wie er Flensborg Avis in der Saison-Vorschau verriet, als er sagte: »Als Trainer möchte ich mit dem Team aufsteigen. Und die Mannschaft hat auch das Zeug dazu«. Gespannt sein darf man insbesondere auf so torhungrige Neuzugänge wie Tim Fries, Sandi Duratovic und nicht zuletzt Robin Hansen, der nach geschafftem Landesliga-Aufstieg mit IF Stjernen Flensborg den Weg zurück zu DGF fand.


Marc Reese