Johnny Jensen: »Ich glaube an Norwegen«

Handball EM

29. Januar 2016, 07:00 Uhr

Johnny Jensen ist beeindruckt von seinen Landsleuten.(Archivfoto: J. Wolf/dpa)

Flensburg/Nøtterøy. Mit dem Einzug in das Halbfinale der Europameisterschaft in Polen haben Norwegens Handball-Männer ihr bislang bestes Ergebnis bei einer internationalen Endrunde erreicht. 


Dass die Mannschaft des ehemaligen Flensburger Spielmachers Christian Berge soweit gekommen ist, ist nicht weniger überraschend als der Weg ihres Gegners Deutschland bis dahin. »Ich hoffe auf und glaube an Norwegen«, sagt Johnny Jensen. Der Norweger, der einst für die SG Flensburg-Handewitt spielte, weiter: »Wenn ich Deutscher wäre, würde ich an Deutschland glauben, denn beide Teams sind jung und haben eine ähnliche Rolle bei dieser EM gespielt. Beide können mit dem Erreichten zufrieden sein. Darin sehe ich eine Gefahr. Andererseits sind beide hungrig und wollen jetzt mehr.« Jensen, der 200 Länderspiele für sein Heimatland bestritten hat, sagt außerdem: »Die Deutschen Spieler haben mit ihren Jugend-Nationalteams schon einige Erfolge gefeiert, die Norweger nicht, daher denke ich, dass Norwegen die noch größere Überraschung ist«. 

Die EM hat der »Handballgott« auf dem heimischen Sofa intensvi verfolgt und will sich dort auch das Halbfinale anschauen. »Norwegen hat bislang richtig gut gespielt und völlig verdient etwas Historisches geschaffen«, so Jensen. »Es gab sicherlich schon einige norwegische Teams die von den Namen her besser besetzt waren«, erinnert er an das eigene Team von 2008 (Rang 6 bei der Heim-EM). »Die heutige Mannschaft hat jedoch das beste Ergebnis jemals erzielt.«


rm