Handball

Lehrstunde für den Meister

Handball

Ruwen Möller
30. Oktober 2019, 20:37 Uhr

Gøran Johannessen und die SG hatten gegen Barca um Dika Mem und Perez de Vargas einen schweren Stand. Foto: Tim Riediger

Flensburg. Die SG Flensburg-Handewitt ist nach der Länderspiel-Pause mit einer Niederlage in das zweite Viertel der Saison 2019/2020 gestartet. Gegen den großen FC Barcelona unterlag der Deutsche Meister in eigener Halle mit 27:34 (12:18) und war dabei bis auf kurze Phasen ohne echte Chance. Es war die zweite Schlappe in Folge für die SG in der Champions League. In der Vorrunden-Gruppe A ist der Sieger von 2014 damit weiterhin Fünfter, Barcelona liegt in der Tabelle vorne.

Nach dem Blitzstart der Gäste zum 5:1 (6.) sah es schnell nach einem SG-Debakel aus. Die Norddeutschen kämpften sich jedoch in die Partie und konnten beim 9:9 (19.) erstmals ausgleichen. Michal Jurecki war der Torschütze. Insgesamt war allerdings von Anfang an zu sehen, dass der SG wie in den letzten Spielen auch diesmal die spielerische Leichtigkeit fehlte.

Die Katalanen, bei denen der Ex-Flensburger Kevin Møller nur bei zwei Siebenmetern auflief, hatten reichlich davon. Teilweise führten sie die SG-Abwehr vor und zeigten sehenswerte Kombinationen. Die Hausherren agierten nach dem Ausgleichstor kopflos und fingen sich einen 0:5-Lauf ein. Zur Pause erhöhte Barca sogar auf sechs Tore Unterschied. Benjamin Buric war es zu verdanken, dass die Gastgeber nicht noch höher zurücklagen. 

Nach dem Wechsel wurde das SG-Spiel teilweise besser, ohne das die Mannschaft von Trainer Maik Machulla zu überzeugen wusste. Dichter als auf 17:21 (40.) kamen die Flensburger nicht heran. Ziemlich ideen- und emotionslos ließen die Hausherren den Rest der Begegnung über sich ergehen. Ganz offensichtlich passt es derzeit nicht beim Meister.
Die einzig positiven Aspekt für die SG: bis auf Niels Versteijnen kamen alle Spieler - auch Rückkehrer Jacob Heinl und Marvin Lier (der Schweizer durfte erstmals international auflaufen) - zumindest kurz zum Einsatz und so konnten ein wenig die Kräfte verteilt werden. Und die Fans feierten die Mannschaft, obwohl diese eine eher dürftige Leistung ablieferte.

Ruwen Möller

Mehr zum Spiel gibt es in der Freitag-Ausgabe von Flensborg Avis.

Statistik

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud – Golla 2, Lier 1, Glandorf 1, Svan 1, Jeppsson 1, Jøndal 4/4, Steinhauser 2, Versteijnen n. e., Heinl, Zachariassen 2, Johannessen 3, Gottfridsson 4, Jurecki 5, Rød 1
FC Barcelona: Perez de Vargas, Møller – Tomas 4, Entrerrios, Sorhaindo 1, Anderson, Arino Bengoechea 5, N´Guessan, Gomez 4/4, Goncalves, Dolenec 2, Mem 5, Cindric 6, Pascual Garcia, Palmarsson 5, Fabregas 3
Schiedsrichter: Vaidas Mazeika/Mindaugas Gatelis (Litauen)
Zuschauer: 5221
Siebenmeter: 5/3:5/4 (Jøndal scheitert zweimal an Perez de Vargas – Buric und Bergerud halten gegen Gomez)
Zeitstrafen: 4:6 (Heinl, Golla 2, Zacharissen – Tomas, Goncalves 2, Fabregas, Cindric, Mem)

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