06.10.2019

Lone Fischer überragte mit acht Volltreffern

Handball

Ex-Nationalspielerin Lone Fischer zeigte in der alten Heimat was sie drauf hat. Foto: Tim Riediger

Owschlag. Da einige Stammspielerinnen aus privaten Gründen das Pokalspiel auf DHB-Ebene gegen den Buxtehuder SV nicht mitspielen konnten, reaktivierte die HG OKT (Owschlag/Kropp-Tetenhusen) mit Andrea Lubrich, Imke Lübker-Seidel, Tina Genz und Sarah Greinke vier Spielerinnen, die nach der letzten Saison ihre Karriere beendet hatten. Sie bekamen so noch einmal die Möglichkeit gegen einen Bundesligisten aufzulaufen. Praktisch als Dankeschön und würdiges Abschiedsspiel. Alle vier konnten zeigen, dass sie, obwohl seit Mai nicht mehr im Training, (noch) nichts von ihrem Können verloren haben. Der Spielverlauf ist schnell abgehakt. 

Von Beginn an zeigte Buxtehude, was Tempospiel ist und auch mit der körperlich größeren Präsenz wurde vor allem über Außen über Konter eine Führung herausgespielt, die auch immer weiter ausgebaut wurde. Hier tat sich vor allem Lone Fischer hervor. Die ehemalige Nationalspielerin, die in Schleswig beheimatet ist und in ihrer Jugend in Owschlag spielte, war nicht nur mit acht Volltreffern erfolgreichste Torschützin, sondern auch am schönsten Tor der Partie beteiligt. Die Kapitänin des BTSV legte mit Sprungwurf von Linksaußen mit Kempa-Trick auf ihre Kameradin auf Rechtsaußen, Maike Schirmer, vor, die den Ball dann im HG-Tor versenkte. 

»Schon als die Auslosung uns Owschlag als Gegner beschert hat, habe ich mich sehr auf dieses Spiel gefreut. Ich habe viele alte Freunde getroffen, es war einfach schön, mal wieder herspielen zu können und ich habe das natürlich zu einem Kurzbesuch bei meinen Eltern genutzt«, sagte Lone Fischer nach der Partie. Eine ihrer Mitspielerinnen ist Christina Haurum. Die Kreisläuferin ist in København aufgewachsen, wurde dort handballerisch ausgebildet und fand dann von Ajax København über Hypo Niederösterreich vor drei Jahren den Weg zum Buxtehuder SV. »Ich bin mit Lone hier hochgekommen, die mir sehr viel über ihre Heimat erzählt hat. Es war auch schön die gleiche Strecke zu fahren, die ich nutze, wenn ich nach Hause fahre und hier bin ich ja noch dichter an Dänemark dran als in Buxtehude«, erklärte Christina Haurum. »Es war für die Zuschauer ein schönes Spiel. Keine unserer Spielerinnen hat sich verletzt, auch weil OKT hart, aber immer sportlich im fairen Rahmen gekämpft hat«, kommentierte der langjährige Buxtehude-Trainer Dirk Leun und fand auch lobende Worte für den unterlegenen Gegner: »Ich habe gesehen, dass die Mannschaft Handball spielen kann, klar strukturiert und mit einem erkennbaren Spielkonzept.« 


Harald Jacobsen 

HG OKT: Pahlisch, Petersen-Kröger, Lubrich - Blaas 1, Küppers, Lübker-Seidel 3/2, Genz 1, Krück 3, Detlefsen 2, Kaden 1, Lüthje 2, Haudrup, Sievert 4, Jörgensen 1
Srafwürfe OKT: 2/2 (Lübker-Seidel trifft beide Male)
Strafzeiten OKT: zwei (beide Male Lüthje)

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