11.08.2019

Lübeck und Christiansens Waldhof verpassten Pokal-Überraschungen

Fußball DFB Pokal

St. Paulis Dimitrios Diamantakos traf zum 2:2, sah kurz vor Spielende die Rote Karte und gewann mit seinem Team letztlich nach Elfmeterschießen gegen den VfB Lübeck. Foto: Axel Heimken/dpa

Osnabrück. RB Leipzig hat das erste Pflichtspiel mit dem neuen Trainer Julian Nagelsmann gewonnen und steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Der Finalist der Vorsaison setzte sich am Sonntag mit 3:2 (3:1) bei Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück durch. 

Eintracht Frankfurt verhinderte mit viel Mühe eine erneute Auftaktpleite. Trotz 0:2- und 2:3-Rückstand gewann der Cup-Gewinner von 2018 dank dreier Tore von Ante Rebic im Schlussspurt noch 5:3 (2:2) bei Waldhof Mannheim. 
Die beiden Berliner Bundesliga-Clubs schafften bei Viertligisten problemlos den Einzug in die nächste Pokal-Runde. Aufsteiger Union setzte sich bei Germania Halberstadt mit 6:0 (1:0) durch. Hertha BSC gewann ebenso souverän mit 5:1 (3:0) beim VfB Eichstätt und feierte somit ein gelungenes Debüt unter dem neuen Trainer Ante Covic. Unions Mitaufsteiger SC Paderborn hatte viel mehr Mühe und musste trotz klarer Führung beim Viertligisten SV Rödinghausen beim Stand von 3:3 (3:3, 2:0) in die Verlängerung, in der keine Tore fielen. Im Elfmeterschießen behielt das Team von Trainer Steffen Baumgart mit 4:2 die Oberhand gegen den Regionalligisten, bei dem der ehemalige Flensburger Nico Empen die gesamte Spielzeit über auf der Bank saß. Zweitligist Jahn Regensburg scheiterte durch ein Tor in der Nachspielzeit mit 2:3 (0:0) beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken. Das Aus gerade noch abwenden konnte der FC St. Pauli durch ein 7:6 (3:3, 2:2) im Elfmeterschießen beim VfB Lübeck. Der zweite Teilnehmer aus Schleswig-Holstein, Holstein Kiel, erledigte seine Pflichtaufgabe beim Sechstligisten FSV Salmrohr souverän und zog locker die 2. Runde im DFB-Pokal erreicht. Beim 6:0 (1:0)-Sieg des Zweitligisten erzielten Makana Baku (39./65./76. Minute), Jae-Sung Lee (54.), David Atanga (63.) und Finn Porath (88.) am Sonntag die Tore für den klar überlegenen Zweitligisten.

Kiel ließ keine Chancen zu

Der klassentiefste Teilnehmer am diesjährigen Pokal-Wettbewerb wehrte sich in der einseitigen Partie eine Halbzeit lang tapfer. Vor allem Torwart Tim Kieren zeichnete sich mit mehreren Paraden aus. Eigene Chancen konnte der krasse Außenseiter jedoch in den gesamten 90 Minuten nicht kreieren. Als die Kräfte bei den Hausherren nach der Pause zunehmend schwanden, kamen die Kieler zu leichten Treffern. Im Team von Trainer André Schubert glänzte neben dem dreifachen Torschützen Baku vor allem Atanga, der drei Treffer vorbereitete Marcel Sabitzer (7./31. Minute) markierte zwei Treffer für RB. Nationalspieler Lukas Klostermann (29.) hatte nach dem schnellen zwischenzeitlichen Ausgleich durch Etienne Amenyindo (9.) Leipzig wieder in Führung gebracht. RB bekam in der Schlussphase aber noch Probleme. Marcos Alvarez (73.) verwandelt einen Strafstoß nach Handspiel von Klostermann und sorgte für Pokal-Spannung an der Bremer Brücke. Eintracht Frankfurt erwischte einen miserablen Start in Mannheim., das mit Max Christiansen in der Startformation begann. Valmir Sulejmani (3./11.) brachte Waldhof früh in Führung. Die Eintracht kam durch Treffer von Daichi Kamada (21.) und Filip Kostic (45.+2) zum Ausgleich. Trotz klarer Überlegenheit der Gäste ging Mannheim durch Jan-Hendrick Marx (73.) wieder in Führung. Als die Eintracht wie im Vorjahr schon in der ersten Runde an Ulm zu scheitern drohte, drehte Rebic (76./82./88.) auf und sorgte mit einem späten Hattrick binnen zwölf Minuten für den Favoriten-Sieg. dpa

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