Mahé: »Wollen uns mit dem Titel bedanken«
Handball-Weltmeisterschaft

Kentin Mahé ist in bestechender Form. Der Flensburger warf die meisten Tore für Frankreich, die beid er Heim-WM unbedingt am Sonntag den Titel holen wollen. (Foto: France Handball 2017)
Paris. »Diese WM wird großartig«.
Das sagte Kentin Mahé zu Flensborg Avis, ehe er der Fördestadt den Rücken kehrte, um seinem Heimatland bei der Heim-WM in Frankreich den Titel zu schenken. Weit ist der Weg nun nicht mehr.
Nach dem packenden 33:30-Viertelfinalerfolg am Dienstagabend gegen widerspenstige, hungrige Schweden, bereiten sich die Franzosen nun auf ein Halbfinale am Donnerstag (20.45 Uhr) gegen Slowenien vor, das dem WM-Gastgeber den Finaleinzug bescheren soll. Kräftig unterstützt von den heimischen Fans. »Wir haben eine Riesenbegeisterungswelle im Land. Die wollen wir bis zum Finale am Leben erhalten und uns mit dem Titel bedanken«, sagt Kentin Mahé, der mit 28 Toren (davon 14 Siebenmeter) bislang bester Werfer der Franzosen ist.
Berge: »Wollen einen Schritt weiterkommen«
Doch mit Slowenien sowie Norwegen und Kroatien, die sich am Freitagabend (20.45 Uhr) messen, sind noch drei weitere Titelanwärter im Rennen. Gerade Norwegen hat beim ungefährdeten, völlig souveränen 31:28 (17:10)-Erfolg gegen Dänemark-Bezwinger Ungarn Eindruck hinterlassen.
»Ein Gedanke erfasste mich, als das Spiel zu Ende war. Im vergangenen Jahr waren wir zufrieden mit dem Erreichen des Halbfinals bei der EM. Nun müssen wir uns darauf fokussieren, einen Schritt weiter zu kommen. Da werden wir knallhart für arbeiten«, sagte Norwegens Trainer Christian Berge nach Angaben der norwegischen Nachrichtenagentur NTB nach dem Sieg, der Norwegen erstmals in ein WM-Halbfinale brachte.
»Wahnsinn, dass wir im Halbfinale stehen«, jubelte Torwart Torbjørn Bergerud, der beim dänischen Verein TTH Holstebro spielt, und seine volle Konzentration nun auf das Kräftemessen am Freitag mit Kroatien richtet. »Wir sind so gut drauf und richtig hungrig«, frohlockte Rückraumspieler Sander Sagosen und prophezeite: »Wir können jetzt jeden schlagen.« Auch vor Frankreich habe er keine Angst.
Ljubomir Vranjes: »Jim war der Schlüsselspieler«
Für die Schweden ist das WM-Abenteuer hingegen vorbei. Nach einer insgesamt tollen Vorstellung wohlgemerkt. Taktgeber war Spielmacher Jim Gottfridsson vom Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt, der eine Glanzvorstellung nach der anderen hinlegte.
Das hat auch sein Vereins-trainer Ljubomir Vranjes, der als TV-Experte bis einschließlich Finale am Sonntag vor Ort ist, mit Wohlwollen verfolgt. »Schweden hat das überragend gemacht. Sie haben sogar Druck auf Frankreich ausgeübt, noch dazu in deren eigenem Land. Jim war der Schlüsselspieler. Er hat jetzt längere Zeit verletzungsfrei gespielt, das ist ganz wichtig für ihn«, sagte Ljubomir Vranjes im Gespräch mit Flensborg Avis.
Auch SG-Neuzugang Simon Jeppsson (kommt im Sommer 2017) habe seine Sache gut gemacht. »Er war das erste Mal bei so einem Turnier mit der Nationalmannschaft dabei. Er braucht noch Zeit, doch seine Leistung war völlig okay«, sagt Ljubomir Vranjes, der am Montag nach Flensburg zurückkehrt.
Vorher wird Vranjes aber hautnah den Titelfight erleben. »Ich tippe auf Frankreich. Das wird aber nicht einfach«, prophezeit Ljubomir Vranjes dem Gastgeber noch einen steinigen Weg bis zur möglichen Krönung.
Marc Reese
Resume
Efter en spændende kvartfinale sendte Kentin Mahé og hans franskmænd tirsdag aften de hårdtkæmpende svenskere ud af håndbold-VM. Med sejren er der ikke langt til titlen for de forsvarende mestre og VM-værter. Torsdag aften (20.45) gælder det Slovenien i semifinalen. - Begejstringen i landet er kæmpe stor. Den skal bære os i finalen, hvor vi kan sige tak med titlen, siger Kentin Mahé fra SG Flensburg-Handewitt, der med sine indtil videre 28 mål er Frankrigs topscorer. Mens Norge med træner Christian Berge for første gang nogensinde er med i en VM-semifinale (fredag kl. 20.45 mod Kroatien), er Sverige rejst hjem igen. - De har gjort det fantastisk. Jim (Gottfridsson) var deres nøglespiller, og de har formået at true Frankrig på deres hjemmebane, siger Ljubomir Vranjes, som er klubtræner for både Kentin Mahé og Jim Gottfridsson i Flensborg og arbejder som TV-ekspert under VM.