Handball

Mit Glück, Buric und Johannessen zum Sieg

08. Februar 2020, 19:42 Uhr

Gøran Søgard Johannessen (Mitte) spielte immer wieder seine große Dynamik gegen Zagreb aus und war so ein steter Unruheherd. Foto: Martin Ziemer

Zagreb. Eine Buric-Parade zur rechten Zeit, ein steter Unruheherd Gøran Søgard Johannessen und das nötige Glück brauchte die SG Flensburg-Handewitt in der Champions League beim 26:25-Sieg gegen HC PPD Zagreb. Mit großer Moral und erneut starker Abwehr Leistung verdiente sich die SG unter dem Strich die Punkte, wenngleich das kroatische Spiel im sieben gegen sechs einmal mehr Probleme bereitete. 

SG-Trainer Maik Machulla setzte gegen Zagreb von Beginn an auf Michal Jurecki anstelle von Gøran Søgard Johannessen. Ansonsten veränderte der Machulla die Startaufstellung zum Bundesligaspiel am vergangenen Donnerstag beim Bergischen HC nicht. 


Was den erfahrenen Jurecki im offensiven Zweikampf ausmacht, zeigte der 35-Jährige zu Beginn. Allerdings genauso, was die Baustelle des Routiniers ist. Mit viel Leidenschaft versuchte Jurecki die Aktionen zum Teil überhastet zu erzwingen und verlor so den ein oder anderen Ball. Doch der Pole war bei Weitem nicht der einzige der Flensburger, der sich in den Fehlereigen gegen die 5:1-Abwehr der Kroaten einreihte. Da zudem weder das Überzahlspiel, noch der Abschluss beim Strafwurf klappte, blieb mit 4:4 (15.) eine Partie auf Augenhöhe. 

Machulla brachte in der Folge Simon Jepsson, Anders Zachariassen und Gøran Søgard Johannessen und verteilte so die Belastung bereits frühzeitig. Mit einer geringeren Fehlerzahl im Angriff und eine weiterhin starke Deckung erspielten sich die Gäste die erste Zwei-Tore-Führung. Die Gastgeber stellten in der Folge um und spielten, wie in den vergangenen Vergleichen,  im sieben gegen sechs. Darauf war Flensburg aber vorbereitet und verteidigte dies gut.

Dass die SG Flensburg-Handewitt, trotz der Steigerung, nur eine 11:9-Führung mit in die Pause nehmen konnte, war den letzte Minuten vor der Pause geschuldet, wo erneut einfache Fehler eine Vier-Tore-Führung zu Nichte machte. Dennoch hatte Flensburg viele gute Lösungen gefunden und hatte im Angriff mehr Tempo  als zuletzt.

Flensburg behielt auch zu Beginn des zweiten Durchgangs immer die Nase vorn. In Überzahl fand Simon Jeppsson immer die richtige Lösung und die Abwehr blieb Sattelfest. Selbst eine doppelte Unterzahl warf die Flensburger nicht um. Gestützt auf einen immer stärker werdenden Benjamin Buric im Tor und der unnachahmlichen Dynamik von Gøran Søgard Johannessen hielt die SG die Führung.

Absetzen konnte sich die SG Flensburg-Handewitt aber bis in die Schlussphase nicht. Immer wieder fand Zagreb, auch durch das Spiel im sieben gegen sechs, den Weg zum Tor über den Kreis. Zwar schaffte es die SG auch häufig die Gegentore prompt über die schnelle Mitte zu bestrafen, aber eben nicht Zagreb abzuschütteln.

In hektischen Schlussminuten behielt die SG Flensburg-Handewitt, mit einer Buric-Parade, den einen ticken kühleren Kopf und konnte mit dem nötigen Quentchen Glück den 26:25-Sieg und zwei Punkte mit auf die Heimreise nehmen.

Timo Fleth

Mehr am Montag in der Flensborg Avis!