Dänemark Gruppensieger nach Schweden-Sieg

Handball-WM, Gruppe D

Thomas Bleicher
18. Januar 2017, 21:41 Uhr

Bald ein Löwe und momentan in phantastischer Form für Schweden bei der WM am Ball: Linksaußen Jerry Tollbring. (Foto: France Handball 2017)

Paris. Die Dänen Lasse Svan und Henrik Toft Hansen können gleich mal eine Dankes-SMS an ihren Vereinskollegen Jim Gottfridsson schicken. Denn der Spielmacher mit der Nummer 24 auf dem Trikot sorgte mit seinen Schweden durch den 36:25 (19:12)-Sieg am Mittwochabend gegen Katar dafür, dass Olympiasieger Dänemark bereits vor dem abschließenden Gruppenspiel am Freitag gegen Katar als Gewinner der Vorrundengruppe D bei der Handball-Weltmeisterschaft in Frankreich feststeht. Das ist hilfreich für Dänemark, denn ein erster Platz gibt für den weiteren Turnierverlauf die vermeintlich leichteren Gegner für den Olympia-Sieger um Superstar Mikkel Hansen.

Schweden hochmotiviert

Die Schweden zeigten eine beeindruckende Vorstellung am späten Mittwochabend. Konzentriert, willig, motiviert ohne Ende. Nichts zu spüren von dem Kraftakt vor zwei Tagen, als sie nur hauchdünn gegen Olympiasieger Dänemark unterlagen. Eine Augenweide insbesondere Jerry Tollbring. Der junge Linksaußen, der zur kommenden Saison vom schwedischen Meister IFK Kristianstad zum deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen nach Mannheim wechselt, warf in der ersten Halbzeit sechs Tore und hatte maßgeblichen Anteil ander deutlich 19:12-Führung für Schweden.

Nach dem Pausentee machten die Gelb-Blauen, bei denen Rückraum-Shooter Simon Jeppsson (kommt im  nächsten Sommer zur SG Flensburg-Handewitt) auch in seinem vierten WM-Spiel traf, konzentriert weiter. Die Mannschaft des isländischen Trainers Kristjan Andrésson fühlte alsbald mit 22:14 und 26:15. Schweden tat dann in der Folgezeit nicht viel mehr als nötig:. Das Team ließ aber nie mehr einen Zweifel daran aufkommen, wer an diesem Abend als Sieger ins Mannschaftshotel fahren konnte.
Die schwedischen Handballer liegen nun mit sechs Punkten gleichauf mit Ägypten auf Platz zwei hinter Dänemark. Und es kommt noch besser: ausgerechnet Schweden und Ägypten zanken sich am Freitag (17.45) im direkten Aufeinandertreffen um Platz zwei  und damit eine möglichst schöne Ausgangslage für das Achtelfinale.
Marc Reese