11.01.2019

Søgard Johannessen kickstartet Norwegen

Handball

Norwegens Nationaltrainer Christian Berge nutzte SG-Spielmacher Gøran Søgard Johannessen nach seiner Verletzungspause weidlich. Foto: Archiv

Herning. Die Verantwortlichen der SG Flensburg-Handewitt dürften den souveränen 34:24-Sieg zum WM-Auftakt von Norwegen gegen Tunesien mit gemischten Gefühlen verfolgt haben. Der eigentlich sich noch in der Genesungsphase befindende Spielmacher Gøran Søgard Johannessen wurde von Nationaltrainer Christian Berge mit reichlich Spielzeit bedacht, machte seine Sache aber gut und überstand den Einsatz ohne größere Blessuren. Neben dem SG-Spielmacher wussten auch die Flensburger-Asse Magnus Jøndal und Torbjørn Bergerud zu glänzen. Lediglich Magnus Rød musste sich die Partie von der Bank aus anschauen.

Berge setzte gegen Tunesien zu Beginn nur auf zwei Spieler aus dem SG-Kleeblatt. So durften sich Magnus Jøndal und Torbjørn Bergerud von Beginn an beweisen, während Magnus Rød und Gøran Søgard Johannesen dem Treiben von der Bank aus Zuschauen durften.
Doch die vermeintliche Absprache zwischen Verband und der SG Flensburg-Handewitt über das Einsetzen des eigentlich noch auf dem Weg zurück befindlichen Spielmacher erst zur Hauptrunde, war nach 17 Minuten über den Haufen geworfen. Gøran Søgard Johannessen spielte und das gut. Zusammen mit einem sich stiegernden Torbjørn Bergerud und einem sicheren Vollstrecker Magnus Jøndal konnte sich die Auswahl von Nationaltrainer Berge nach holprigen Beginn bis zur Pause eine 18:13-Führung erspielen.
Dabei zeigten sich die Tunesier über weite Strecken bissig und hielten mit einer zuweilen überharten Deckung den Abstand überschaubar.

Eine Manndeckung gegen Sander Sagoesen und eine Zeitstrafe drohte Norwegen den Beginn in den zweiten Durchgang zu verhageln, doch auf den SG-Keeper im norwegischen Dress, Torbjørn Bergerud, war verlass. Da auch Magnus Jøndal seine Treffsicherheit nicht in der Kabine vergessen hatte, reichte das, um die Tunesier in Schach zu halten.
Mit fortschreitender Spieldauer war den Tunesiern der Kräfteverschleiß immer mehr anzumerken und Norwegen drückte weiter gnadenlos auf das Tempo. Allerdings musste SG-Ass Magnus Rød weiterhin auf der Bank schmoren. Den Vorzug erhielt der beim THW Kiel spielende Harald Reinkind, als Eivind Tangen eine Pause benötigte.
Norwegen steuerte so einem ungefährdeten 34:24-Sieg entgegen, bei dem die eingesetzten SG-Asse stachen, wenngleich man zumindest mit dem einen nicht unbedingt rechnen konnte. Weiter geht es für die Norweger am Sonnabend ab 17.30 Uhr  gegen Saudi-Arabien.

Timo Fleth

Statistik

Tunesien: Missaoui, Maggaiz 1 - Majdoub 2, Alouini 1, Hosni 2, Haj Youssef, Maaref, Sanai 2, Boughanmi 4/2, Soussi 1, Jallouz 2, Jaballah 5, Bacha 1/1, Chouiref 2, Jaziri, Ben Abdallah 1.
Norwegen: Christensen, Bergerud – Sagoesen 6/1, Myrhol 6, Overby, Jøndal 9/1, Bjørnsen 3, Gullerud 1, Søgard Johannessen 3, O’Sullivan 2, Tangen 3, Reinkind 1, Gulliksen, Blonz, Rød, Lie Hansen.
Zeitstrafen: 5:5.
Siebenmeter: 3:3.
Schiedsrichter: Gubica/Milosevic (Kroatien).

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