Siege für IF Stjernen und Slesvig IF

SH- und Landesliga

Marc Reese
14. Februar 2017, 09:00 Uhr

Anne Linde (in Grün) gewann mit IF Stjernen gegen den Handewitter SV.(Foto: Lars Salomonsen)

Lindewitt. Die Damen erfolgreich, die Männer verloren. Das ist die Bilanz der drei SdU-Vertreter (Sydslesvigs danske Ungdomsforeninger) in der Schleswig-Holstein-Liga und den Landesligen Nord im Handball. 

In der SH-Liga der Frauen setzte Slesvig IF seine »Ungeschlagen-Serie« fort. Das Team von Trainer Melf Carstensen gewann dank eines starken Endspurtes beim heimstarken TSV Lindewitt mit 27:25. 
Auch die Frauen von IF Stjernen Flensborg waren in der Landesliga Nord erfolgreich. Das Team von Trainer Thomas Möller besiegte »Angstgegner« Handewitter SV mit 29:25. 
Die Männer der »Zweiten« des DHK (Dansk Håndbold Klub) Flensborg mussten in der Landesliga Nord dagegen eine Niederlage einstecken. Das Team von Trainer Sven Witting, der aufgrund von Personalproblemen mal wieder selbst mitspielen musste, verlor bei der »Zweiten« der HSG Tarp-Wanderup mit 30:37.

SH-Liga Frauen: Lindewitt - SIF 25:27 (13:12)

SIFs Matchplan war es, Lindewitts gefährlichste Angreiferin, Jana Franzke, nicht zum Zug kommen zu lassen und vorne schnell, aber sicher, zu spielen, um Konter zu verhindern. Beides klappte zunächst gut. So machte Jana Franzke in 60 Minuten nur zwei Feldtore. Bis zur 41. Minute (17:17) ging es Tor um Tor. Dann wollten die Schleswigerinnen es erzwingen, spielten im Angriff ohne Geduld und liefen sehenden Auges in die Lindewitter Konterfalle. Bei 22:18 stellte SIF-Coach Melf Carstensen auf eine 4+2-Abwehr um. Mit einem tollen Endspurt glich SIF zum 23:23 (55.) aus und hatte Oberwasser. 

Nach 25:25 folgten nur noch zwei SIF-Tore zum 27:25-Erfolg. Der Jubel beim Team und den 30 mitgereisten SIF-Anhängern war gewaltig.
TSV Lindewitt: Petersen - Nommensen 2, Ehlers 4, Ewald 5, Hansen, Ollwitz 3, Nielsen 1, Ewald, Steiner 3/1, Franzke-Kothe, Franzke 4/2, Friedrich 2, Peters 1, Thordsen.
Slesvig IF: Christiansen, Kasischke - Lisa Thede 4, Mitzkus, Puttins 5, Behnke 3/1, Schnoor, Clausen 7/2, Anna Thede 1, Lübker, Kuhnt 6, Wiebe 1.
Spielfilm: 1:2, 3:2, 3:5, 6:6, 9:7, 10:10, 13:11, 13:12,—, 14:15, 17:16, 22:18, 23:23, 24:25, 25:27;
Siebenmeter SIF: 5/3 (Clausen trifft zwei Mal und verwirft einmal, Behnke trifft und verwirft je einmal),
Strafzeiten SIF: keine.

IF Stjernen - Handewitter SV 29:25 (15:15)

Die Landesliga-Handballerinnen von Stjernen wollten gegen Handewitt nicht die gleichen Fehler wie im Hinspiel machen, sondern aus einer sicheren Deckung den Ball schnell nach vorne spielen. Da wurde die Rechnung mal wieder ohne den Wirt gemacht. Das Heimteam kam nicht gut ins Spiel, die Abwehr stand viel zu passiv und das Tempospiel kam nicht in Gang. 

Erst Anfang der zweiten Halbzeit konnte sich Stjernen mit drei Toren absetzen. Aber die stark kämpfenden Handewitterinnen gaben nie auf und konnten durch gute Einzel- aktionen wieder ausgleichen. Doch die IF-Handballerinnen hat das nicht aus der Ruhe gebracht, sie haben gekämpft, den Kopf oben behalten und durch eine Umstellung in der Deckung doch noch sicher den Sieg nach Hause gebracht. 
Stjernen-Trainer Thomas Möller: »Heute fehlte uns die gewisse Lockerheit und Kaltschnauzigkeit, um dieses Derby früher zu entscheiden. Ich bin mit der Abwehrarbeit über 50 Minuten nicht einverstanden.« 
IF Stjernen Flensborg: Paluszeck, Richter - Lühr 1, Schäfer 4, Dinslage 2, Sauerland 1, Ramm 1, Gosch 6/4, Christensen 5, Linde 7, Nissen 1, Kussin 1;
Spielfilm: 0:2, 1:4, 2:8, 4:8,—, 6:9, 7:12, 8:14, 11:14.
Siebenmeter Stjernen: 4/4 (Gosch verwandelt alle vier);
Strafzeiten Stjernen: 3(Dinslage, Sauerland und Nissen).

DHK II-Männer unterlagen

Statistik zur Landesliga Nord, Männer:
HSG TaWa II - DHKFlensborg II 37:30 (21:15)
Spielfilm: 2:1, 4:3, 5:5, 7:6, 13:7, 16:10, 19:12, 21:15,—, 25:16, 29:20, 32:24, 35:28, 37:30;
DHK Flensborg II: Helmer - Witting, Czawalinna 2, Heinker 6, Petermann 1, Voigt 7/2, Scarafilo 5, Busch 9, Stanke, Miersch;
Siebenmeter DHK: 4/4 (Voigt trifft vier Mal)
Strafzeiten DHK: 4 (Busch 2, Czawalinna und Petermann).

Harald Jacobsen