17.11.2019

Starke Leistung nicht belohnt

Handball

Die SG Flensburg-Handewitt überzeugte in Paris. Archivfoto

Flensburg/Paris. Nach zwei Siegen in Serie in der Bundesliga hat die SG Flensburg-Handewitt in der Champions League wieder verloren. Das 30:32 (16:17) bei Paris St. Germain war bereits die vierte Pleite in der Königsklasse am Stück. Soweit die reinen Zahlen. Die Leistung des Deutschen Meisters stimmt auch diesmal wieder. 

Bis zur 51. Minute (27:27) war es eine komplett ausgeglichene Partie, in der die SG spielerisch sogar die bessere Mannschaft war. Erst in der Endphase konnte sich das Star-Ensamble aus Paris, bei dem der Ex-Flensburger Henrik Toft Hansen erneut verletzt fehlte, entscheidend absetzen. Nach dem 31:28 durch Dänemarks Mikkel Hansen (58.) reichte die Zeit nicht mehr. Marius Steinhauser gelang noch das 30:31 per Siebenmeter (60.), doch danach waren es nur noch fünf Sekunden, die Paris zum 32:30-Endstand nutzte. 
»Wir haben gesehen, dass wir gegen Paris gute Spiele abliefern können«, sagte Maik Machulla nach Spielende. Der SG-Coach weiter: »Am Ende haben wir einige leichte Fehler gemacht, auf diesem Niveau muss man allerdings perfekt spielen, um zu gewinnen. Trotzdem bin ich stolz auf mein Team. Es ist nicht einfach hier, über das Ergebnis bin ich enttäuscht, aber mit der Leistung zufrieden.« Danach schickte er noch mit einem Augenzwinkern an die Adresse der Pariser: »Vielleicht sehen wir uns diese Saison noch mal.«

Wie von SG-Coach Maik Machulla angekündigt, probierte er gegen Paris einiges aus. Dies beinhaltete zum einen, dass Magnus Rød eine komplette Verschnaufpause bekam. Für ihn begann Michal Jurecki als dritter Rechtshänder im Rückraum. Holger Glandorf löste ihn später in der Abwehr ab. Simon Jeppsson bekam im Laufe der Partie viel Spielzeit und Verantwortung. Der frühe Einsatz von Steinhauser war so zwar nicht geplant, musste aber sein. Kapitän Lasse Svan verletzte sich in der 19. Spielminute bei einer Abwehraktion und konnte nicht weiterspielen.
Bei den Franzosen hatte sich zuvor Nedim Remili bereits schwer am Fuß verletzt und musste ebenfalls raus.
Insgesamt zeigte die SG von Beginn an eine starke, weil konzentrierte Leistung. Gegen den französischen Individual-Handball legte sich Flensburg als Kollektiv mächtig ins Zeug.
Am Ende wurde die SG jedoch wie schon im Hinspiel vor anderthalb Wochen nicht mit Punkten oder zumindest einem Zähler belohnt.
Die SG bestätigte jedoch den Aufwärtstrend, der in der ersten Begegnung gegen die Franzosen eingesetzt hatte. Und ein bisschen Grund zur Freude hatten die Nordlichter am Ende des Tages auch trotz der Niederlage noch: da der THW Kiel in der Bundesliga mit 32:23 gegen die TSV Hannover-Burgdorf gewann, ist der amtierende Meister wieder Erster.

Ruwen Möller

Statistik

Paris: Corrales, Gerard - Ekdahl du Rietz 6, Sagosen 7, L. Karabatic 3, Hansen 7, N. Karabatic 4, Syprzak 2, Kounkoud 1, Nahi 2, Remili, Abalao, Kempf, Morros, Sigurdsson, Keita
SG Flensburg-Handewitt: Buric 1, Bergerud - Johannessen 5, Golla 5, Jurecki 4, Jeppsson 3, Jøndal 3, Gottfridsson 3, Zachariassen 1, Svan, Steinhauser 5, Versteijnen n. e., Heinl, Lier n. e., Rød n. e., Glandorf

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