SG erstattet Einzeltickets

Nach HSV Insolvenz

27. Januar 2016, 19:00 Uhr

Dierk Schmäschke baut auf die Solidarität der SG-Fangemeinde. (Foto: Martina Metzger)

Flensburg. Der Rückzug des HSV Handball aus der Bundesliga löst wegen der gestrichenen Heimspiele Probleme bei einigen Rivalen aus (wir berichteten). 


So auch bei der SG Flensburg-Handewitt. »Wir werden größeren wirtschaftlichen Schaden von der SG fernhalten können, wenn insbesondere unsere starke Gemeinschaft der Dauerkarteninhaber und Sponsoren ihren Beitrag zur Schadensminimierung leisten«, sagte SG-Beiratsvorsitzender Boy Meesenburg am Mittwoch in einer Presserklärung. »Daher bitte ich alle Dauerkarteninhaber, Fanclubs, Kommanditisten, Club-100-Mitglieder und Sponsoren um Solidarität, um diese missliche Lage gemeinsam meistern zu können.« Der Verein hofft vor allem bei Dauerkartenbesitzern (knapp 5000) auf einen Verzicht von Rückerstattungen. Diesen wurde in einem Schreiben mitgeteilt, dass die SG »in der kommenden Saison von einer Erhöhung der Dauerkarten-Preise trotz gestiegener Nachfrage absehen« wird.

Sechsstelliger Betrag

Da die Flensburger für die abgesagte Heimpartie gegen die Hamburger am 10. Februar bereits knapp 6300 Karten verkauft hatten, bleiben etwa 1300 Einzelkartenkäufer. »Diese können ihre Karten erstattet bekommen«, erklärte Dierk Schmäschke. Der Geschäftsführer der SG hofft jedoch auch bei diesen Käufern auf Solidarität. Und bislang erfährt die SG eine große Unterstützung aus ihrer Fangemeinde. »Es gibt bislang kaum Beschwerden«, so Schmäschke, der aktuell im Dauereinsatz rund um das Ticket-Thema ist. »Die durch den Spielausfall entstandene Schadenshöhe kann ich derzeit noch nicht beziffern, hierzu prüfen wir parallel alle rechtlichen Schritte in alle Richtungen«, so Schmäschke weiter. Legt man die Kartenpreise der SG zu Grunde, muss von einem sechstelligen Betrag ausgegangen werden.

Sportliche Umplanung

»Unserer Mannschaft hilft es jetzt am meisten, wenn wir sofort unsere Vorbereitung auf die neuen Umstände anpassen«, erklärte SG-Trainer Ljubomir Vranjes, der seinen Vorbereitungsplan entsprechend geändert hat. »Wir werden uns ab sofort voll auf das nun erste Pflichtspiel der Rückserie in der Königsklasse gegen den THW Kiel am 14. Februar konzentrieren. Ich wünsche mir, dass unsere Fans gemeinsam mit uns zusammen diesen neuen Weg gehen und sich solidarisch zeigen.« 


Ruwen Möller