18.08.2019

Große Ernüchterung eingekehrt

Fußball

IF Stjernen Flensborg 2019/2020. Foto: Tim Riediger

Flensburg. Lange Gesichter an der Brahmsstraße. Mit einem Sieg gegen Rantrum sollte alles besser werden. Nach der ernüchternden 1:3 (0:1)-Niederlage herrschte Sprachlosigkeit. 


Zumindest bei den Spielern. In die Jubelgesänge des TSV hinein ging das IF-Trainer-Gespann Lars Meyer und Thomas Knuth hart mit den eigenen Spielern ins Gericht. 
»Ihr braucht nicht enttäuscht sein. Enttäuscht sein muss man, wenn man vorher etwas investiert hätte. Das habt ihr nicht«, schimpfte Knuth. Auch Meyer sprach von einer »absoluten Vollkatastrophe« und »fehlender Leidenschaft«. Einzig Ron Hansen erhielt Lob. »Ron hat geackert und das Spiel von Rantrum gespielt« (Meyer). Und das Spiel von Rantrum war die richtige Wahl. Der TSV kämpfte sich ins Spiel und wählte auf dem tiefen und rutschigen Untergrunds auch die geeigneten Mittel. Eingängiges Motto: Lieber klare Kante, als einen Querpass zu viel. IF Stjernen versuchte dagegen alles spielerisch zu lösen. Mit dem Makel, dass allein zwei Gegentreffer in ihrer Entstehung eindeutig auf die eigene Kappe gingen. 

Nach ordentlichem Beginn mit Chancen von Leon Schweim (4.), Lennart Steiner (12.) und Rune Möller (18.) kam auch der TSV zu ersten guten Gelegenheiten. Marvin Theede scheiterte an IF-Keeper Rico Nommensen (16.). Ein weiterer Versuch von Theede wurde auf der Linie geklärt (26.). In der 28. Minute forderte Nommensen beim Spielaufbau von Pascal Hylla lautstark den Ball. Beim Versuch, diesen nach vorne schlagen, rutschte Nommensen aus und lud Ron Reichardt zum 1:0 (28.) der Gäste ein. Es war ein echter Wirkungstreffer, denn Stjernen brachte nun immer weniger zustande. Das Trainer-Duo setzte dann zur Pause ein Zeichen. Dreimal wurde gewechselt und vor allem der Angriff verstärkt. Eine Maßnahme, die schnell Wirkung zeigte. Max Well Charbel M Kponou drückte eine Hylla-Flanke aus kurzer Distanz zum 1:1 (51.) über die Linie. Alles schien wieder gut. Und dann der nächste Dämpfer. Beim Hin- und Hergeschiebe zwischen Keeper und Abwehrspielern wurde der Ball unnötig ins Seitenaus vertändelt. Rantrum schaltete schnell. Den Einwurf erlief sich Reichardt, setzte sich energisch gegen Julian Nehrenst durch und erzielte das 1:2 (58.). Der TSV war auch in der Folge einem weiteren Treffer deutlich näher. Einem harten körperlichen Einsatz der Rantrumer Abwehr gegen Kponou blieb dann ein vertretbarer Elfmeterpfiff verwehrt. Doch Meyer stellte klar: »Das wir verloren haben, lag sicher nicht am Schiedsrichter.« Und so sorgte Damian Krause noch für das verdiente 3:1 (85.) der Gäste.

Andreas Haumann
sport@fla.de

IF Stjernen: Nommensen – Nehrenst, Lüthje (46. Grefe), Schweim (46. Hein) – Hansen, Bracht, Hylla, Steiner, Lagoda –Möller, Siebenschuh (46. Kponou).

TSV Rantrum: Meesenburg – Clausen, Harring, Witthohn – Matzen, Jessen (90. Tüchsen), O. Flatterich, Bruhn – Reichardt, Theede, Krause (87. Michalski).
Schiedsrichter: Frederik Simon.
Zuschauer: 100.

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