06.10.2019

Nord mit Pokalsensation

Handball

Beim TSV Nord herrschte pure Freude über den Pokal-Coup gegen Oldenburg. Foto: Tim Riediger.

Harrislee. Standing Ovations. Feiernde Spielerinnen. Die Holmberghalle bildlich auf dem Kopf. Mit 33:31 (16:17) hat der TSV Nord Harrislee am Sonntag das DHB-Pokal-Match gegen den VfL Oldenburg gewonnen. Ein denkwürdiger Nachmittag, der nicht nur in die Vereinshistorie des TSV eingehen wird. 

Viele angeschlagene Spielerinnen, ein schwieriger Saisonstart - das waren die Vorzeichen beim favorisierten VfL. Dennoch: Einen Bundesligisten aus dem Wettbewerb zu kegeln, ist mehr als ein Ausrufezeichen. Das nächste des TSV Nord, nach dem fantastischen Saisonbeginn in Liga zwei. Trotz Halbzeit-Rückstandes. 

Der Spielfilm: Früh konnten sich die Gastgeberinnen absetzen, machten aus einer 2:1-Führung (3.) ein 6:2 (8.). Das schnelle Tempo-Spiel, vor dem die Oldenburgerinnen jedoch gewarnt waren, zeigte erstmals Wirkungen. In der Folge aber wurde die Qualität des Erstligisten sichtbar, der sich nach rund 18 Minuten wieder auf 10:10 heran gepirscht hatte. Anschließend entwickelte sich ein Pokalfight auf Augenhöhe. Bis zur 40. Minute hieß es Unentschieden - 22:22. Als es in der entscheidenden Phase um alles ging, zeigte Harrislee wieder einmal sein »Crunchtime«-Gesicht. Dann da zu sein, wenn es darauf ankommt, zeichnet das Team auch in der Liga aus. Die clevere Art und Weise, ruhig zu bleiben in den entscheidenden Situationen, brachte den TSV in diesem umkämpften Spiel auf die Sieger-Straße. Über 28:25 (47.) blieb es lange bei der Drei-Tore-Führung, Oldenburg konnte in der Schlussminute nur noch auf 33:31 verkürzen. Herluf Linde und sein Team stehen damit im Pokal-Achtelfinale.

Finn-Ole Martins