06.09.2019

Mit Kopf, Hand und Fuß

Fußball

SC-Kapitän Christian Jürgensen lernte Tobias Karlsson kennen, als dieser noch bei der SG Flensburg-Handewit spielte. Heute arbeiten sie gemeinsam am Projekt »ProCup«. Foto: Finn-Ole Martins

Christian Jürgensen, Kapitän der Regionalliga-Fußballer des SC Weiche Flensburg 08, kann es nicht nur mit dem Fuß. Gemeinsam mit den ehemaligen Handballern der SG Flensburg-Handewitt, Tobias Karlsson, Patrik Fahlgren und Oscar Carlén, hat Jürgensen mit »ProCup« eine Softwarelösung für Turnierplanung in Deutschland an den Start gebracht. Sonnabend gilt die Konzentration aber dem Derby beim VfB Lübeck.


Flensburg. Es ist wieder Derbyzeit für die Regionalliga-Fußballer des SC Weiche Flensburg 08. Am Sonnabend (14 Uhr) geht es zum ewigen Rivalen vom VfB Lübeck. Mit dabei sein wird auch SC-Kapitän Christian Jürgensen, der noch eine Rechnung mit den Gastgebern offen hat. 
»Wir haben immer noch die sehr bittere Niederlage aus dem Pokalfinale im Kopf, unser großer Vorteil ist sicherlich, dass wir als klarer Underdog in die Partie gehen. Die Rolle hat uns in der Vergangenheit immer ganz gut gestanden. Das macht mir Mut und große Freude. Das ist ein Derby und jeder ist sich der Bedeutung jetzt schon bewusst«, so Jürgensen gewohnt eloquent und klar. 

Dass der Kopf von Christian Jürgensen nicht nur für Kopfbälle da ist, stellt der 34-Jährige auch im Leben neben dem Fußball unter Beweis. Denn Hand und Fuß hat die neueste Unternehmung des Fußballers, der in seinem Job bei »balticfinance« nicht nur primär mit Versicherungen für Spitzensportler zu tun hat, sondern sich seit auch federführend für die Einführung der skandinavischen Turniersoftware »ProCup« auf dem deutschen Markt verantwortlich zeichnet. Eine Software, die jedem Turnierplaner, unabhängig ob Handball, Fußball oder andere Sportarten, ein Lächeln ins Gesicht zaubern dürfte. »Es gibt mehrere Faktoren, die für ProCup sprechen. Du hast innerhalb kürzester Zeit deine Turnier-Homepage, die Zeitersparnis beim Anlegen des Spielplans ist enorm, du kannst ohne weiteres auf die Daten der Jahre zuvor zurückgreifen, die Kommunikation zwischen den Mannschaften und dem Orga-Team wird enorm erleichtert und du hast die Ergebnisse live abrufbar über die Seite oder der App«, so Jürgensen. Er weiß nur zu gut, dass die gute alte Zettelwirtschaft nach wie vor weit verbreitet ist und auch deshalb preist er sein Produkt an. »Die meisten Turniere laufen in der Planung tatsächlich noch über Excel. Das ist ja unglaublich komplex, da kann unsere Software den Organisatoren wirklich eine große Hilfe sein und gerade bei der Spielplanerstellung und den Verwaltungsdingen unter die Arme greifen. Außerdem ist das Programm wesentlich weniger anfällig für menschliche Fehler, weil die Software auf Fehler in der Spielplangestaltung und bei der Feldbelegung hinweist.«

Über Carlèn und Karlsson zu »ProCup«

Aufmerksam wurden Jürgensen und die Verantwortlichen bei »balticfinance« auf »ProCup« durch eine Reihe ehemaliger Akteure des deutschen Handball-Meisters SG Flensburg-Handewitt. So sitzt Oscar Carlén der Unternehmenstochter in Schweden vor und hat sich gemeinsam mit Tobias Karlsson und Patrik Fahlgren von den Erfindern Ulf Andersson und Dennis Pettersson von »ProCup« überzeugen lassen. Auf disen Wagen sind Christian Jürgensen und »balticfinance« nun aufgesprungen und bilden mit dem im Handball äußerst prominenten Trio das Gesicht der Software in Deutschland. Noch befindet sich »ProCup« in Deutschland in der Startphase, aber Jürgensen ist frohen Mutes, dass der Erfolg sich einstellen wird. »Wir sind davon überzeugt, dass der Markt für die Software da ist. Die Gespräche haben gezeigt, dass viele Turniere noch immer mit Excel-Tabellen und einer Menge Zettelwirtschaft geplant werden. Da gibt es erhebliche Optimierungsmöglichkeiten, bei der die Software helfen kann. Wo das am Ende hinführt, das ist noch nicht abzusehen, aber der Erfolg in Skandinavien gibt uns Zuversicht«, so Jürgensen. Den ersten Livetest hat die Software in Deutschland im übrigen schon bestanden. So kam »ProCup« beim, zumindest im Norden, größten Hobby-Fußballturnier, dem »Goallegen Cup« in Niebüll, zum Einsatz und bestand den Test mit Bravour. Am Sonnabend in Lübeck wird ihm und den Teamkollegen vom SC die Software nicht helfen. Gegen den VfB zählt das ganz reale Fußball-Können, doch der 34 Jahre alte Jürgensen hat mit seinem unternehmerischen Geschick bewiesen, dass er sich bereits für die Zeit nach der aktiven Karriere gut aufgestellt hat. 


Weitere Informationen auf: www.procup.de

Timo Fleth

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