20.09.2019

Natusch: »Niedlich wird das aber ganz bestimmt nicht«

Handball

Der TSV in der Saison 2019/2020. Foto: Lars Salomonsen

Harrislee. Die Schildkröten sind weiter unterwegs, ihr Revier in der zweiten Liga deutlich zu verteidigen. Nach dem Auswärts-Erfolg bei den Füchsen in Berlin kommen nun die Spatzen aus dem Süden. Gegner am Samstag um 17 Uhr ist die HSG Freiburg, genannt die »Red Sparrows«, die roten Spatzen. 

»Niedlich wird das aber ganz bestimmt nicht«, sagt Außen-Spielerin Milena Natusch. »Das wird ein hartes Spiel, Freiburg kämpft mit einer aggressiven Abwehr. Wir werden alles für den Sieg tun müssen.« In den ersten drei Pflichtspielen klappte das schon hervorragend. 

»Mit so einem perfekten Start haben wir natürlich nicht gerechnet«, freut sich Natusch. Wer sich mit ihr unterhält, bekommt jedoch schnell eine Vorahnung davon, warum das Team derzeit so erfolgreich Handball spielt. »Wir wissen, dass auch in beiden Spielen Fehler passiert sind, die wir weiter abstellen wollen«, erklärt die ehrgeizige Natusch. Die Mischung aus Selbstvertrauen und dem kritischen Auseinandersetzen trotz der 4:0 Punkte und Platz zwei bereitet den Boden für den aktuellen Erfolg. Gleiches gilt für ihre Leistung, die sie mit gut bewertet, obwohl »ich weiß, dass auch ich noch Luft nach oben habe. Aber es sind auch erst zwei Spiele absolviert - da habe ich also noch viel Zeit, meinem eigenen Anspruch gerecht zu werden.« Die Ur-Harrisleerin freut sich auf das Heimspiel mit den eigenen Fans im Rücken. Gegen Werder Bremen feierte die Holmberghalle mit stehenden Ovationen ihr Team. Das soll sich im besten Fall gegen Freiburg wiederholen. 

Fans bis zu 14 Jahren dürfen dabei kostenlos zum Spiel, wenn sie in einem grünen TSV-Trikot in die Halle kommen. »Wir möchten ihnen ermöglichen, unsere Spiele zu besuchen«, sagt Team-Manager Reiner Feddersen. »Auch in dieser Saison möchten wir eine stimmungsvolle Halle erleben. Ich freue mich auf viele Trikots auf der Tribüne.«

Finn-Ole Martins