Handball

Arbeit vor der Spielkunst

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12. Dezember 2019, 20:29 Uhr

Jim Gottfridsson brauchte wie die gesamte SG Flensburg-Handewitt einigen Anlauf gegen die HBW Balingen-Weilstetten, übernahm aber Verantwortung. Foto: Tim Riediger

Flensburg. Handball ist zu aller erst immer auch Arbeit. Das musste die SG Flensburg-Handewitt in der Bundesligapartie gegen die HBW Balingen-Weilstetten auch erfahren. Beim 32:25-Sieg musste die SG aber über 25 Minuten die Arbeitshandschuhe anziehen. Erst danach fand die Heimmannschaft in die Spur, verlies diese aber bis zum Ende nicht mehr und fuhr verdient zwei Punkte ein. 

Nur schleppend kamen die Gastgeber in die Partie. Die lange Pause schien dem Rhythmus der Flensburger nicht gut getan zu haben. Technische Fehler und Abschlüsse neben oder deutlich über das HBW-Gehäuse sprachen eine deutliche Sprache. Erst nach und nach arbeitete die SG sich in das Spiel.

Erst als Benjamin Buric im Verbund mit der Abwehr anfing einige Chancen der geduldig spielenden Gäste zu Nichte zu machen, reichte es beim 9:8 (18.) zur ersten Führung der Gastgeber. Gerade Magnus Rød konnte sich in dieser Phase mit seiner unnachahmlichen Dynamik durchsetzen. Balingen blieb aber zunächst noch dran und fand hier und da noch eine Lücke. Zudem konnten die Gastgeber die Anzahl an Fehler nicht dauerhaft niedrig halten. Ein Geschenk, das die Gäste annahmen.

Bis zur Pause steigerte sich die SG Flensburg-Handewitt wieder in der Offensive und nutzte mit schnellem Passspiel die sich bietenden Räume. In der Abwehr stellte SG-Trainer Maik Machulla auf 5:1 um und endlich rollte auch der Tempo-Zug der Heimmannschaft bis zum 18:13 zur Pause.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs nahmen die Hausherren den Schwung der ersten Halbzeit mit und stellten eine stabile Deckung aus der das Tempospiel weiterhin lief. Zudem fanden auch die eingewechselten Holger Glandorf und Simon Jeppsson gut ins Spiel. Bemerkenswert auch die Fairness von Gøran Søgard Johannessen, der Filip Taleski vor einer bereits ausgesprochenen Zeitstrafe bewahrte. 

Die SG Flensburg-Handewitt war in der Spur und lies sich auch nicht mehr vom Weg abbringen. Immer wieder zwang die Flensburger Abwehr die Gäste ins Zeitspiel und nutzte dann seine Chancen in der Offensive. Über 27:20 (46.), 30:21 (51.) und 32:23 (57.) bis zum 32:25-Endstand war kein Zweifel am Sieger. Am Ende hätte der Sieg sogar noch deutlich höher ausfallen können, aber in der Schlussphase schlich sich erneut der Fehlerteufel vermehrt ein. Am schlussendlich sicheren Erfolg änderte dies jedoch auch nichts mehr.
 
Weiter geht es für die SG Flensburg-Handewitt ungewohnter Weise erst in einer Woche, wenn die Reise zu den Eulen nach Ludwigshafen geht.

Timo Fleth

Stimmen und Reaktionen zum Spiel in der Flensborg Avis!

Statistik

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud - Golla 4, Lier, Glandorf 3, Svan 5, Jeppsson 2, Jøndal 5, Steinhauser, Versteijnen, Heinl, Zachariassen 1, Søgard Johannessen 2, Gottfridsson 6/4, Jurecki, Rød 4.

HBW Balingen-Weilstetten: Jensen, Bozic - Zobel 3, Niemeyer 3, Lipovina 2, Kirveliavicius 1, Taleski 2, Hausmann, Thomann 6/3, Nothdurft, Gretarsson 3, Strobel 3, Schoch, Saueressig 1, Röller, Strosack.
Zeitstrafen: 1:3(Gottfridsson - Niemeyer, Nothdurft, Kirvelavicius).
Siebenmeter: 4:5 (Gottfridsson trifft gegen Jensen und Bozic 3x, Steinhauser scheitert an Bozic - Gretarsson scheitert an Buric, Thormann trifft  gegen Buric 2x und Bergerud und scheitert an Buric).
Schiedsrichter: Julian Koppl/Denis Regner.
Zuschauer: 5821.

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