11.09.2019

Angeschlagen ins Nordderby

Handball

Hendrik Pekeler (l./THW Kiel) und Steffen Weinhold (r./THW Kiel)hoffen die Flensburger um Jim Gottfridsson (Mitte), hier eine Szene aus dem Supercup, im Zaum halten zu können. Foto: Martin Ziemer

Flensburg. Das 101. Nord-Derby in der Handball-Bundesliga naht. Dabei duellieren sich die SG Flensburg-Handewitt und der THW Kiel innerhalb von knapp drei Wochen am Donnerstag (19 Uhr/Live auf Sky und TV3 Sport) zum zweiten Mal. Im August im Supercup behielt der Deutsche Meister aus Flensburg nach Siebenmeterwerfen mit 32:31 die Oberhand gegen den Rivalen. Doch die Voraussetzungen haben sich nach den ersten Bundesligaspieltagen bereits geändert. 

Während die SG nach den Siegen in den Spitzenspielen gegen die MT Melsungen und den Rhein-Neckar Löwen bei der HSG Wetzlar einen Punkt lassen musste und sich gegen den HC Erlangen nach starker erster Hälfte noch erheblich zum Sieg mühten, kam der Motor des THW nur langsam in Schwung und stotterte in der Bundesliga zuletzt. 

Dem gelungenen Auftakt gegen Göppingen folgte ein Arbeitssieg gegen die Eulen aus Ludwigshafen, ehe es zur Klub-WM nach Saudi-Arabien ging. Am Ende lohnte sich der zweite Platz mit rund 180.000 Euro finanziell, die vier Spiele in fünf Tagen beim Super Globe allerdings machten sich bemerkbar. Gegen den SC Magdeburg setzte es am vergangenen Sonnabend bereits die erste Niederlage in der noch sehr jungen Bundesligasaison.

Turnaround schaffen

Ein Umstand, der die Bedeutung des Derbys gegen die SG Flensburg-Handewitt am Donnerstag noch wachsen lässt, setzten die Flensburger bei ihrem Titelgewinn in der vergangenen Spielzeit mit nur vier Minuspunkten doch ein deutliches Zeichen. 


»Ich glaube nicht, dass dieses Jahr wieder eine Mannschaft mit nur zwei Niederlagen Meister wird. Man hat schon nach drei Spieltagen gesehen, dass die Liga dieses Jahr richtig stark ist«, zeigte sich THW-Spielmacher Domagoj Duvnjak gegenüber den Kieler Nachrichten überzeugt, dass im Derby noch keine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft fallen wird. Die Enttäuschung nach der Niederlage beim SCM konnte auch Duvnjak nicht verbergen. 

Im ersten Jahr unter Filip Jicha muss auch in Kiel noch daran gearbeitet werden, dass ein Rädchen wieder reibungslos in das andere greift. Ein Niclas Ekberg in Gala-Form mit bereits 26 Toren in drei Spielen alleine, reicht dem THW aus der Landeshauptstadt für einen Erfolg gegen die SG sicher nicht. Das Nord-Derby kommt dem ehemaligen Flensburger im THW-Dress, Steffen Weinhold, allerdings deshalb gerade recht. An Motivationsproblemen wird bei den Zebras sicher keiner leiden. 

»Donnerstag wäre ein guter Tag, um den Turnaround zu schaffen«, sagt Weinhold, während THW-Kapitän Patrick Wiencek ganz auf den Faktor Heimspiel gegenüber der eigenen Website setzt. »Wir spielen mit unseren Fans, unserer »weißen Wand« im Rücken!«, so Wiencek das den Kielern ureigene und schier unerschütterliche Selbstvertrauen ausstrahlend.

Timo Fleth

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